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Gre­ven­broich – Auch am Tag nach dem Durch­zug des Sturm­tiefs Zeynep haben die Fol­gen des Unwet­ters die Ein­satz­kräf­te der Gre­ven­broi­cher Feu­er­wehr an vie­len Stel­len im Stadt­ge­biet gefordert. 

Ins­be­son­de­re eine gro­ße Tan­ne, die auf ein Schul­ge­bäu­de gestürzt war, berei­te­te den Hel­fern stun­den­lang Arbeit. Dane­ben rück­ten die Ret­tungs­kräf­te vor­wie­gend zu min­der­schwe­ren Ein­satz­stel­len aus. Ins­ge­samt sum­miert sich die Zahl der Sturmein­sät­ze seit Frei­tag­nach­mit­tag auf knapp 50. Schwe­re­re Per­so­nen­schä­den durch den Sturm waren nach Infor­ma­ti­on der Feu­er­wehr bis Sams­tag­nach­mit­tag nicht zu beklagen.

Gegen 9:15 Uhr waren ehren­amt­li­che Hel­fer der Lösch­ein­heit Hemm­erden zur ört­li­chen Grund­schu­le alar­miert wor­den. Dort war eine rund 25 Meter hohe Tan­ne auf das Gebäu­de an der Schul­stra­ße gekippt und hat­te das Dach beschä­digt. Ein wei­te­rer Baum hin­ter dem Schul­bau war durch den Sturm eben­falls in Schräg­la­ge gera­ten. Die Siche­rung des Schul­ge­bäu­des erwies sich als schwie­rig und zeit­auf­wen­dig, weil der Baum von der Rück­sei­te auf dem Dach las­te­te, die dor­ti­ge Wie­se aber nicht mit schwe­rem Ein­satz­ge­rät der Gre­ven­broi­cher Feu­er­wehr befahr­bar war.

Um an die Scha­dens­stel­le zu gelan­gen, for­der­te der Ein­satz­lei­ter, Gre­ven­broichs stell­ver­tre­ten­der Wehr­füh­rer Ingo Rei­ners, Unter­stüt­zung aus der Nach­bar­stadt Jüchen an. Die neue Dreh­lei­ter der Nach­bar­wehr ver­fügt über die Mög­lich­keit, einen Teil des Lei­ter­parks abzu­kni­cken und damit auch abge­wand­te Sei­ten von Gebäu­den zu errei­chen. „Bis zum Ein­tref­fen der Kol­le­gen aus Jüchen, sicher­ten unse­re Kräf­te zunächst den Dach­bo­den des Gebäu­des, mach­ten die­sen mit­hil­fe von Schal­ta­feln begeh­bar und began­nen die Tan­ne – soweit aus dem Dach erreich­bar – von innen zurück­zu­schnei­den“, so Reiners.

Nach­dem anschlie­ßend Kräf­te aus dem Korb der Jüche­ner Dreh­lei­ter wei­te­re Tei­le des Stam­mes hat­ten abtren­nen kön­nen, gelang es den Hel­fern, den ver­blie­be­nen Stumpf des Bau­mes anzu­he­ben, zu kap­pen und auf die Rasen­flä­che hin­ter dem Schul­ge­bäu­de zu zie­hen. Dabei wur­den sie durch Kräf­te der haupt­amt­li­chen Wache mit dem Rüst­wa­gen der Gre­ven­broi­cher Feu­er­wehr unter­stützt. Um wei­te­re Gefah­ren aus­zu­schlie­ßen, tru­gen die Ein­satz­kräf­te zudem in Abspra­che mit dem Ord­nungs­amt der Stadt auch eine zwei­te, groß gewach­se­ne Tan­ne hin­ter dem Schul­ge­bäu­de noch ab. Die­se war eben­falls in Schräg­la­ge gera­ten und es war nicht aus­zu­schlie­ßen, dass auch die­ser Baum noch auf die Schu­le kippte.

Die Schä­den am Dach des Schul­hau­ses sol­len laut der­zei­ti­ger Pla­nun­gen im Ver­lauf des Wochen­en­des so weit beho­ben wer­den, dass am Mon­tag regu­lä­rer Schul­un­ter­richt stadt­fin­den kann. Rund vier Stun­den nach dem Alarm konn­ten die Ein­satz­kräf­te in Hemm­erden wie­der abrücken.

Sowohl vor als auch nach dem Ein­satz an der Grund­schu­le wur­den sowohl die Kräf­te des Haupt­am­tes als auch wei­te­rer ehren­amt­li­cher Lösch­ein­hei­ten an meh­re­ren Ein­satz­stel­len im Stadt­ge­biet tätig. Unter ande­rem hat­ten Anwoh­ner und Auto­fah­rer in den Gre­ven­broi­cher Orts­tei­len Neu­kir­chen, Hülch­rath sowie Lang­wa­den umge­kipp­te Bäu­me und los­ge­ris­se­ne Äste gemel­det. An der L 116 in der Nähe einer Auto­bahn­auf­fahrt rag­ten zudem Tei­le eines umge­knick­ten Bau­mes in den Ver­kehrs­raum. In den meis­ten Fäl­len konn­ten die Ein­satz­kräf­te Äste und Zwei­ge von Hand zur Sei­te räu­men. Soweit – bei­spiels­wei­se auf Pri­vat­grund – kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr von den Gewäch­sen aus­ging, wur­den die Ein­satz­stel­len den Bewoh­nern übergeben.

In dem Zusam­men­hang weist die Feu­er­wehr dar­auf hin, dass Baum­schä­den auf Pri­vat­grund und ohne Fremd­ge­fähr­dung in die Siche­rungs­pflicht der dafür ver­ant­wort­li­chen Grund­ei­gen­tü­mer fal­len. Die Ret­tungs­kräf­te dür­fen kei­ne Rück­schnit­te durch­füh­ren, die ohne aku­te Gefahr und Eile auch durch pri­va­te Dienst­leis­ter vor­ge­nom­men wer­den kön­nen. Auch wenn das im Akut­fall für man­che Betrof­fe­ne unbe­frie­di­gend ist, bit­tet die Feu­er­wehr um Ver­ständ­nis, sich auf die unmit­tel­ba­re Abwehr aku­ter Gefah­ren­la­gen beschrän­ken zu müs­sen. Daher sind auch klei­ne­re Zwei­ge und klei­ne­res Ast­werk, die der Sturm auf Fuß- und Rad­we­ge sowie Fahr­bah­nen gebla­sen hat, kein Anlass für Notrufe.

Bis gegen 16:00 Uhr zähl­te die Gre­ven­broi­cher Wehr knapp 50 sturm­be­ding­te Ein­sät­ze seit dem Durch­zug von Tief Zeynep. Nach­dem ab Frei­tag­nach­mit­tag zunächst bis in den spä­ten Abend alle haupt- und ehren­amt­li­chen Lösch­ein­hei­ten der Wehr über Stun­den im Ein­satz waren, wur­den im Ver­lauf des Sams­tags noch­mals die Ehren­amt­ler der Lösch­ein­hei­ten aus Weve­ling­ho­ven, Hemm­erden, Hülch­rath und Neu­kir­chen sowie Kräf­te der haupt­amt­li­chen Wache in den Ein­satz gerufen.

Für den Sams­tag­abend und die Nacht auf Sonn­tag hat der Deut­sche Wet­ter­dienst erneut eine Sturm­war­nung fürs Stadt­ge­biet aus­ge­ge­ben. Dabei muss mit Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von 55 bis 70 km/h gerech­net wer­den. Die Feu­er­wehr warnt in die­sem Zusam­men­hang aus­drück­lich davor, sich bis auf Wei­te­res in Parks und Wald­ge­bie­te zu bege­ben, da noch nicht abseh­bar ist, ob und wel­che Bäu­me dort gege­be­nen­falls durch den Sturm geschä­digt sind und auch nach­träg­lich – etwa bei erneu­ten Böen – noch auf die Wege stür­zen können.

Zu den im Stadt­ge­biet ins­ge­samt auf­ge­tre­te­nen Scha­dens­sum­mern kann die Feu­er­wehr kei­ne Aus­sa­ge treffen.

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